IMMOBEST  informiert:

Mit der ab 01.01.2016 in Kraft tretenden Steuerreform werden Immobilienübertragungen empfindlich teurer.

Die den Verkäufer treffende Immobilienertragsteuer (Immo-ESt) wird  von 25 auf 30 Prozent erhöht und der

bisher ab dem elften Jahr zulässige Inflationsabschlag entfällt gänzlich. Die pauschale Besteuereung beim

Verkauf von "Altvermögen" (= Erwerb vor dem 01.04.2002) wird von bisher 3,5 auf 4,2 Prozent angehoben.

 

Die den Erwerber treffende Grunderwebsteuer (GrESt) wird ebenfalls geändert. Nur noch bis 31.12.2015 gilt die

bisherige Regelung, dass bei einer Übertragung (Verkauf, Schenkung, Erbschaft) innerhalb der Familie, die GrESt

vom dreifachen Einheitswert berechnet wird. Ab 01.01.2016 wird sie nach dem wesentlich höheren Verkehrswert

berechnet. Die Steuertarife werden zwar gestaffelt (Grundstückswert bis EUR 250.000.-  => 0,5 % GrESt, für die

nächsten EUR 150.000.-  => + 2% GrESt und alles darüber + 3,5% GrESt), eine Übetragung im Familienverband

wird aber auch mit einer Staffelung empfindlich teurer. Hiezu kommt die verschärfende Bestimmung, dass alle in 

dieselbe Richtung erfolgten Übertragungen zwischen identischen Personen in einem Beobachtungszeitraum von

5 Jahren zusammengerechnet werden. Die Steuerbelastung wird dadurch so hoch, dass sie  für den Beschenkten

auch unfinanzierbar sein kann.  Im Einzelfall kann es vielleicht besser sein, die Immobilie zuerst zu verkaufen und

 dann innerhalb der Familie den Verkaufserlös zu verschenken. Dies wäre auch ab 2016 zwar meldepflichtig, aber

weiterhin steuerfrei.

 

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